ErfahrungPolitik@x2

Schon während meines Lehramtsstudiums belegte ich Geschichte als Studienfach. Mit Interesse und Hintergrundwissen lassen sich auch auf kommunalpolitischer Ebene Zusammenhänge erklären und Entscheidungen oft besser nachvollziehen. So dauern Meinungsbildungsprozesse gefühlsmäßig viel zu lang, bis sie endlich zu umsetzbaren Ergebnissen führen. Vor allem Politikneulinge tun sich damit schwer. Doch es lohnt, die Neugier der Jüngeren mit der Erfahrung der Älteren zu vereinen. Ein gutes Betätigungsfeld bietet hier die Fraktionsarbeit. Auch in den eigenen Reihen müssen immer wieder sehr konträre Meinungen durch lange Diskussionen zusammengeführt werden um mit einer Fraktionsstimme sprechen zu können. In den Jahren als zweiter Bürgermeister musste ich oftmals beweisen, dass ich über Fraktions- und Parteigrenzen hinaus zu überparteilicher Arbeit in der Lage bin und keine Feindbilder pflege.

Vor teilweise großem Publikum sprechen, eigene Standpunkte in verständlichen Worten erklären können, neue Themen aufgreifen, die teilweise dem Zeitgeist geschuldet sind, Zukunftsperspektiven entwickeln, sich nicht auf Erreichtem ausruhen, sondern immer nach vorne denken, das alles macht politisches Handeln äußerst spannend und befriedigend, wenn man die Menschen damit erreicht.