Ganz besonders gern hatte ich meine Tante Anni, die sich in meinen ersten Lebensjahren sehr um mich kümmerte. Sie zog dann nach Bayreuth und als Schulkind, denn seit 1957 ging ich in die Knabenschule St. Georg, durfte ich regelmäßig einen Teil meiner großen Ferien bei ihr und meiner Cousine Karin verbringen. Mein Vater setzte mich immer in München in den Bus nach Bayreuth und Tante Anni holte mich dort ab. Wir machten herrliche Ausflüge und kannten jede Eisdiele in der Gegend. Tante Anni aß bestimmt jedes Mal 6 Kugeln Eis. Ich war begeistert von dem Trubel, der alle Jahre zur Festspielzeit herrschte, stand an der Auffahrt zum grünen Hügel und beklatschte die Ankunft von Gästen wie der Königin Sirikit von Thailand, der Begum oder des Bundespräsidenten.

Inzwischen war ich Schüler am Josef-Hofmiller-Gymnasium und fuhr mit meinen Eltern, nachdem auch die Gastwirtschaften einen Betriebsurlaub eingeführt hatten, im August für zwei Wochen meist nach Südtirol oder ins Salzkammergut. Ein Bauernhof und eine Bank am Ufer des Mondsees wurden für meinen Vater zum Lieblingsziel.

1973 übergaben meine Eltern die Gastwirtschaft an ihre Nachfolger und ich zog mit ihnen in ein Haus in Vötting. Von dort verfolgte ich mein Lehramtsstudium in München. Meine Mutter, inzwischen 88-jährig, lebt immer noch in ihrem Haus.

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