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Die zunehmende Lebenserwartung und die weitreichenden Veränderungen in der Bevölkerungsentwicklung spielen auch in der Landkreispolitik eine wichtige Rolle.

Es geht um eine ausreichende ärztliche Versorgung und Pflege nicht nur in den Zentren, sondern vor allem auch in der Fläche.

Das Klinikum Freising muss nach Abschluss des 3. Bauabschnitts, des großen Bettenhauses, dem Bau der neuen Küche und des Übergangsgebäudes unter Nutzung der guten vorhandenen Potentiale für die nicht leichten anstehenden Jahre zukunftssicher gemacht werden.

Vor Jahren konnte durch engagierten Einsatz der lange diskutierte Verkauf an einen privaten Klinikkonzern verhindert und die Zusammenarbeit mit dem Münchner Klinikum Rechts der Isar in die Wege geleitet werden. Beide Beschlüsse wurden damals von uns CSU-Mitgliedern im Aufsichtsrat maßgeblich beeinflusst.

Durch meine 21-jährige Zugehörigkeit zum Krankenhausaufsichtsrat sind mir viele Probleme vertraut.

Mein Ziel ist ein wirtschaftlich geführtes Krankenhaus, bei dem jedoch auch die menschliche Komponente noch zum Tragen kommt.

 

Die Verantwortungsgemeinschaft Familie gewinnt im Zuge des demografischen Wandels noch mehr an Bedeutung. Als Stichworte nenne ich den weiteren Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen und familienfreundliche Arbeitsbedingungen gerade auch im öffentlichen Dienst.

Vor allem die Problematik für Frauen, Beruf und Familie den eigenen Vorstellungen gemäß zu vereinbaren, war mir auch in meiner beruflichen Verantwortung als Schulamtsdirektor immer ein großes Anliegen, zumal der Frauenanteil in der Grundschullehrerschaft bei über 90 Prozent liegt.

Ein weiteres Merkmal der Bevölkerungsentwicklung ist die längere Lebenserwartung mit gesünderen und aktiveren Senioren. Dies sollte man als Chance sehen. Gerade ältere, lebenserfahrene Menschen sind eine große Bereicherung für unsere Gesellschaft. Viele von ihnen, zum Beispiel auch meine 88-jährige Mutter, wollen solange als möglich selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld bleiben, was ohne ein vielfältiges Unterstützungsangebot nicht möglich wäre. Deshalb müssen insbesondere die Hilfsorganisationen weiter durch freiwillige Leistungen unterstützt werden.

Für den Fall, dass Pflege erforderlich wird, sollte ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept des Landkreises die Maxime „mehr Pflege daheim als im Heim“ beinhalten. Die Umsetzung des Konzepts, das laufend zu aktualisieren ist, wird jedoch nur unter Mithilfe der Kommunen gelingen. Auch die Einsetzung weiterer Sozial- und Seniorenbeiräte sollte überlegt werden.