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Das Thema Mobilität und Infrastruktur ist ein Kernthema der kommenden Wahlperiode.

Auf meiner Agenda steht natürlich das Thema 3. Start- und Landebahn am Münchner Flughafen. Ich lehne sie seit Beginn der Planungen ab und stehe aus Überzeugung voll zu den einstimmigen Beschlüssen des Kreistages, die eine Verhinderung dieses Projekts anstreben. Ich habe immer wieder auch an Demonstrationen und Protestmärschen in Freising und München teilgenommen.

Wichtig ist mir dabei ein sachlicher Umgang der verschiedenen Interessengruppen untereinander. Nur gemeinsam können wir ein Umdenken erreichen.

Ich betone, dass auch ich mit meiner Familie von einer 3. Bahn genauso betroffen wäre wie viele andere Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises.

Eines ist jedoch für mich klar. Ein Freisinger Landrat, der sich nicht um gute Kontakte zum Flughafen im weitesten Sinn bemüht, würde uns keinen guten Dienst erweisen. 7500 der Bediensteten am Flughafen leben im Landkreis, viele junge Landkreisbürger finden dort qualifizierte Ausbildungsplätze.

Der Landkreis Freising sollte weiter als Wachstumsregion mit moderner Infrastruktur punkten. Der Landkreis steht sehr gut da. Wir können uns glücklich schätzen, nicht mit Problemen konfrontiert zu sein, die andere Regionen beschäftigen. Bei uns gibt es keine Abwanderung insbesondere von jungen Menschen, sondern Zuzug, ganz niedrige Arbeitslosenzahlen, eine gute Ausbildungsplatzsituation, eine gesunde Mischung aus leistungsfähigen Handwerksbetrieben und Dienstleistern, innovativem Mittelstand und weltweit agierenden Unternehmen, ein differenziertes schulisches Angebot und heißbegehrte Studienplätze. Der Landkreis Freising belegt bayernweit den 5. Platz in der Steuerkraft.

Die Weiterentwicklung eines zukunftsfähigen öffentlichen Personennahverkehrs ist im Interesse tausender Pendler dringend erforderlich. Hierzu zählen in erster Linie die zweite S-Bahn-Stammstrecke, ausreichendes Platzangebot in Zügen und S-Bahnen und eine verbesserte Verbindung der Städte und Gemeinden des Landkreises. Durch den Schulneubau im nördlichen Landkreis ergibt sich auch die Möglichkeit, das bestehende Schulbussystem neu zu konzipieren. Die kürzlich eingerichtete zusätzliche Buslinie zum Mittelschulstandort Zolling ist ein guter Anfang.

Zukunftsfähige Verkehrspolitik für den Landkreis bedeutet nicht nur den zügigen Bau der beiden Freisinger Umfahrungsstraßen und der von Gemeinden gewünschter Ortsumgehungen zur Verbesserung der Lebensqualität, sondern auch eine regelmäßige Instandhaltung des bestehenden Straßennetzes, um hohe Aufwendungen für Totalsanierungen zu vermeiden.

Bessere Erreichbarkeit sichert den Menschen eine gute Perspektive für ihr Arbeits- und Wohnumfeld. Auch der Weiterbau von Radwegen mit dem Ziel eines engmaschigen Radwegenetzes steht oben auf der Agenda.

Um ihren Alltag selbstbestimmt organisieren zu können, ist gerade die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum für ältere und vor allem  behinderte Menschen ein wesentliches Element.

Ein großes Problem für die Lebensqualität vieler Familien stellen die Überschwemmungen der letzten Jahre dar. Sie machten deutlich, dass der Hochwasserschutz intensiviert und verträglich für Mensch und Umwelt gestaltet werden sollte. Auch bei diesem Thema ist der Landkreis gefordert.